Domsanierung
Gemeinsam sanieren wir den Dom zu St. Jakob in Innsbruck...
In den vergangenen Jahren wurde der Dom St. Jakob innen und außen saniert. Bis Herbst 2024 steht noch die Gestaltung des Eingangsbereichs an.
Wenn auch Sie etwas zur Domsanierung beitragen möchten, so ist Ihnen die Propstei- und Dompfarre St. Jakob als Eigentümerin des Domes für eine finanzielle Unterstützung sehr dankbar.
Spendenmöglichkeit:
Einzahlung auf das Pfarrkonto ohne steuerliche Absetzbarkeit
Empfängerin: Dompfarre St. Jakob, IBAN: AT27 1600 0001 2011 2538, BIC: BTVAAT22
Verwendungszweck: Domsanierung
Steuerliche Absetzbarkeit
Es besteht auch die Möglichkeit, Ihre Spende steuerlich abzusetzen. Die dazu nötigen Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.domsanierung.tirol oder im Pfarrbüro.

Ein vielseitiger Einblick - Bilder der Steinfassade, Steinfiguren, Ziffernblätter, Zeiger bei den Uhren, Turmkugel, Ausbesserungsarbeiten am Dach, Blitzschutz
Start der Sanierung und Arbeiten an der Außenfassade
2008 starteten die ersten Gutachten zur Sanierung des Doms St. Jakob, begleitet von Tests an einer Musterachse der Westfassade. 2017 folgte die schrittweise Umsetzung mit erfahrenen Fachkräften – beginnend an der Südseite, weiter zur Nordseite und abschließend zur Westfassade.
Die Fachleute haben neben der Reinigung und den Ausbesserungsarbeiten an der Steinfassade auch die sich dort befindlichen Steinfiguren gereinigt, die Ziffernblätter und Zeiger bei den Uhren instand gesetzt und die Turmkugelsaniert, Ausbesserungsarbeiten am Dach vorgenommen, den Blitzschutz ergänzt und teilweise erneuert und eine Sanierung des Sockels vorgenommen.
Auch wurde eine gesprungene Glocke neu gegossen und die Stahljöcher erneuert. Diese konnte mit Beginn Advent 2018 geweiht werden.
Für die Arbeiten war ein starkes Gerüst erforderlich, das den Dom umwanderte.
300-Tonnen-Gerüst für Sicherheit, Sanierung und Kunstgenuss
Gerüstbau
Bereits im Frühjahr 2022 begann eine der sichtbarsten Phasen der Sanierung: Ab Mai wurde der Innenraum großräumig eingerüstet, um umfassende Restaurierungen zu ermöglichen.
Im Innen- und Außenbereich des Doms und an der Fassade errichtete die Firma Roman Mair & Söhne ein 300 Tonnen schweres Gerüst, das sicheres Arbeiten in großer Höhe ermöglichte.
Gleichzeitig bot sich der Öffentlichkeit die seltene Gelegenheit, die barocken Malereien von Cosmas Damian Asam im Innenbereich in 25 Metern Höhe auf Augenhöhe zu betrachten.
Das Gerüst war eine gelungene Ingenieursarbeit – allein seine Errichtung erforderte zahlreiche präzise Vorüberlegungen.
Kunstprojekt: Im Sommer 2018, ab dem 27. Juli, zeigte die Tiroler Künstlerin Katharina Cibulka – gemeinsam mit Vivian Simbürger – an der eingerüsteten Fassade des Innsbrucker Doms den in pinkem Tüll handgestickten Satz „Gott hat einen Bart, bin ich Feminist“ als provokantes Statement für feministisches Engagement.
Die Kunstinstallation verband bildkritische Subtilität mit kirchlicher Kooperation und machte durch ihre mutige Aussage und prominente Platzierung starke öffentliche Wirkung.
Mehr dazu unter: https://share.google/tdwgjY5q2iJmF0PiO
Sanierung der Außenwände und der Turmuhr – Fotos
Erläuterung
Die Fassade des Doms besteht größtenteils aus Höttinger Brekzie, einem Naturstein von den Südhängen der Nordkette, der über Jahrhunderte auch die Altstadt von Innsbruck prägte. Bereits 2008 begannen Untersuchungen mit einer Musterachse, die zahlreiche Schäden sichtbar machten – von Abbröckelungen und Ausbrüchen bis hin zu Verschmutzungen, Verfärbungen, offenen Fugen und Rissen.
Ab 2016 wurden die Fassaden in mehreren Bauabschnitten restauriert: Zuerst Teile der Süd- und Westfassade sowie die Fundamente um die Türme, 2017 folgten Tambour, Ost- und Nordfassade. In einer zweiten Phase erhielt die Westfassade eine schonende Reinigung durch Sandstrahlung und Wasserdruck; eine feine Retusche stellte die harmonische Optik wieder her.
Parallel dazu erfolgte die Restaurierung der Turmuhr. Die Zifferblätter wurden bis zum Kupfergrund freigelegt, grundiert, neu gefasst und mit Dukaten-Dreifachgold vergoldet. Der Hintergrund erhielt einen schwarzen Neuanstrich. Auch die Uhrzeiger wurden gereinigt, ausgebessert und teilweise neu vergoldet; ihre Enden schützte man mit Eisenglimmerfarbe.
Restaurierung der Fresken
Restaurierungshintergründe zu den Fresken
Die letzte große Innensanierung des Domes St. Jakob fand im Jahr 1993 statt. Seither sind drei Jahrzehnte vergangen – drei Jahrzehnte, in denen jährlich rund 800.000 Besucherinnen und Besucher den Dom betreten haben. Staub, wechselnde Luftfeuchtigkeit und die große Zahl an Besucherinnen und Besuchern haben über die Jahre Spuren und Verfärbungen hinterlassen.
Um die Leuchtkraft der Malereien wieder zum Vorschein zu bringen, wurde nun eine umfassende Innenreinigung und Restaurierung notwendig. Restauratorinnen und Restauratoren arbeiteten dabei mit äußerster Vorsicht: Schicht für Schicht lösten sie den Schmutz ab, ohne die empfindlichen Farbtöne zu beeinträchtigen. Verlorengegangene Partien wurden achtsam ergänzt – stets mit Blick auf die originalen Fresken.
Heute erscheinen die Fresken wieder in barocker Pracht. Damit bleibt der Dom nicht nur ein Bauwerk von historischer Bedeutung, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens und der Kunst.
Erhalt historischer Bausubstanz – Steinboden und Fundament im Fokus
Hintergrund zu den Arbeiten am Fundament vor dem Dom
An zehn Stellen wurden Proben entnommen, um Feuchte- und Salzbelastungen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten: Die Feuchtigkeit im Mauerwerk war leicht erhöht, aber nicht kritisch. Die Hauptursache für die Schäden lag in der starken Salzbelastung der Sockelzone.
Aufwendige Maßnahmen wie Abdichtungen oder Drainagen rund um den Dom waren daher nicht notwendig. Wichtig war jedoch die Kontrolle der Dach- und Oberflächenwasserableitung.
Der salzbelastete Putz wurde bis etwa einen Meter abgetragen und mit Kalkputz (NHL5) erneuert. An der Nord- und Ostseite kam zusätzlich eine zweifache Entsalzung mit Zellstoffkompressen hinzu. Fehlstellen im Fundamentstein und im Fugenbild besserten die Fachleute aus.
Barocker Mosaik-Steinboden in der Vierung – Sanierung und Erhalt
Über die Mosaikarbeit
Im Altarraum sowie im vorderen Bereich des Kirchenschiffes befindet sich noch großteils der originale Steinboden, der zwischen 1717 und 1724 bei der Erbauung der Stadtpfarrkirche St. Jakob verlegt wurde.
Eine aufwändige Sanierung war dringend notwendig und daher von großer Bedeutung.
Um auch die statische Situation zu beurteilen, kamen Georadarmessungen sowie archäologische Untersuchungen zum Einsatz. Diese zeigen, dass der Untergrund tragfähig ist und der Erhalt des Steinbodens möglich bleibt.
In mühsamer Feinarbeit brachten Restauratoren die starken Brüche wieder in Form.